DATA WAREHOUSE CLOUD – WIE KOMME ICH AN DIE DATEN AUS EINEM SAP BW/4HANA?

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Die Data Warehouse Cloud (DWC) ist das neue Data-Warehouse-Produkt von sap. Als Software-as-a-Service Lösung basiert es auf den neuen HANA Cloud Services.

 

Dabei soll die DWC über, kurz oder lang, in der Lage sein neben einem Self Service Data Preparation Use Case auch ein vollwertiges Enterprise Data Warehouse abzubilden. Als Data-Warehouse-Lösung muss die DWC möglichst viele Quellen integrieren können.

Mit diesem Blog zeigen wir aktuelle Wege auf, wie Daten aus einem SAP-BW/4HANA-System integriert werden können (Stand Anfang Juni 2020).

SAP Investiert sehr viel in die Integration beider Lösungen. So soll über die bald verfügbare „Model Transfer Connection“ ebenfalls die Übernahme der BW-Semantik aus Queries funktionieren. Dadurch können im SAP BW definierte Semantiken wiederverwendet werden. Wir werden die Neuerungen eng begleiten und hier regelmäßig informieren. Die folgende aufgezeichnete SAP-WebSession gibt hier erste Einblicke. Die Aufzeichnung finden Sie hier.

Quellsystem SAP BW/4HANA

Um auf andere Systeme zugreifen zu können, muss wie im Blog Post „DWC – Anbindung lokaler Systeme an die Data Warehouse Cloud am Beispiel SAP BW/4HANA“ beschrieben erst die Verbindung zu dem jeweiligen Quellsystem hergestellt werden.
Nachdem die Verbindung aufgebaut wurde, kann auf die Daten virtuell oder per Replikation zugegriffen werden. Folgende Optionen stehen zur Wahl:

Datenmodelle aus SAP BW/4HANA integrieren

Um auf Daten zuzugreifen die sich in einem SAP BW/4 oder HANA System befinden, kann zunächst eine grafische View erstellt werden. Alternativ kann man auch direkt mit SQL Script arbeiten. 

Alle verbundenen Systeme werden in der Datenmodellierung unter den Quellen der DWC aufgeführt – auch unser SAP-BW/4HANA-System. 

Datenquellen können schnell durch die alphabetische Reihenfolge lokalisiert werden, zudem steht eine Suchfunktion zur Verfügung. Die benötigten SAP BW InfoProvider lassen sich einfach auswählen und per Drag & Drop in das DWC-Datenmodell überführen. Sobald der DWC View deployed wird, sind die Daten aus dem SAP BW virtuell verfügbar. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich erst eine View der Datenquelle zu erstellen, jedoch können auf diesem Weg direkt Harmonisierungen oder Änderungen vorgenommen werden, um die Objekte für die weitere Verwendung vorzubereiten.

Virtuelle oder replizierte Daten

Die DWC greift virtuell auf angeschlossene Systeme zu, kann die Daten aber auch in eigene DWC-Tabellen replizieren. Welche Variante besser ist, hängt nicht zuletzt von dem Quellsystem ab sowie von den angebundenen Tabellen(-größen). Grundsätzlich sind Zugriffe auf replizierte Objekte schneller. Daten aus „non-SAP HANA“-Systeme wie klassische ERP-Systeme sollten prinzipiell besser repliziert werden.

Data Integration Monitor

Mit dem Data Integration Monitor kann die Replizierung von Datenquellen gesteuert werden. Automatisch angezeigt werden alle Objekte welche aus angeschlossenen Systemen in DWC-Datenmodellen verwendet werden.

Unterstützte Quellobjekte aus SAP BW/4HANA

Aktuell werden die folgenden Datenquellen aus SAP BW/4- und HANA-Systemen unterstützt:

  • HANA Tabellen & Views
  • HANA Calculation Views
  • SAP BW Composite Provider
  • SAP BW advanced Data Store Objects
  • externe HANA Views von BW Querys
  • Query as a Info Provider

Fazit

Nach dem der Aufbau der Verbindung zwischen einem SAP BW/4HANA System und der DWC noch sehr technisch ist, ist die Nutzung der Verbindung dagegen kinderleicht. SAP BW Daten lassen sich ziemlich einfach selektieren und in die Data Warehouse Cloud übertragen bzw. virtuell konsumieren.

Gerade die Möglichkeit zur Replikation von Daten aus SAP BW Systemen eröffnet für alte, nach LSA-Paradigmen gebaute Systeme neue Chancen. Wenn SAP BW Data Marts in die DWC repliziert werden können schnell und einfach Performancevorteile der HANA Datenbank realisiert werden. Für Sehr gut beschrieben ist das Szenario in dem folgenden SAP Blog.

Für ein SAP-BW/4HANA-System macht es dagegen häufig Sinn die Daten virtuell zu konsumieren. Dies funktionierte bei uns durchweg schnell und einfach. 

Wie sieht aber überhaupt die Datenmodellierung dieser hybriden Architekturen aus? Welche Vorteile bietet die Kombination? Warum ist eine hybride Architektur gerade für Fachbereiche ein großer Sprung? Auf diese Fragen gehen wir in einem der kommenden Blogartikel ein.

SAP_Kamp

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Christopher Kampmann
Senior Manager
SAP Information Management
christopher.kampmann@isr.de
+49 151 422 05 250

Über ISR

Die ISR Information Products AG ist Ihr Experte für Analytics, Prozess-Digitalisierung und Application Management. Mit Blick auf die Bedürfnisse namhafter Kunden konzipieren, modernisieren, implementieren und betreuen ca. 200 Mitarbeiter an sechs Standorten IT-Architekturen, Software-Lösungen und IT-Infrastrukturen. Das Ziel: Unseren Kunden die wirtschaftliche Nutzung von Daten zu ermöglichen.
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