5 ULTIMATIVE DIGITALE TRENDS FÜR 2021

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Vom Digitalisierungs­schub im Jahr 2020 wird auch das Jahr 2021 profitieren können. Tauchen Sie ein in die Digitalität und unsere Top 5 digitalen Trends für dieses Jahr.

Neues Jahr – neues Glück! 😊

Corona hat leider immer noch einen großen Einfluss auf unser tägliches (Arbeits-)leben. Wenn auch alte Leier, können wir uns folgende Aussage nicht verkneifen: Hinter dieser schwierigen Zeit verbergen sich viele Chancen.

Erste und richtige Impulse in Sachen Digitalisierung oder „Digitalität“ (wie unser Kollege Martin pflegt zu sagen) wurden bereits gesetzt, aber da geht ja noch mehr. Wir wagen mal einen Ausblick auf 2021 und der möglichen Trends, die noch kommen – oder schon immer da waren?

Digitale Trends #1: Krisenmanagement – Zeigen Sie Antifragilität statt nur Resilienz!

„We can use options to win more than lose when hit by shocks!“ – Diese Aussage verdeutlicht, dass in jeder Krise auch eine große Chance steckt größer hervorzugehen als je zuvor.

In einer Konzeptualisierung des Leading Edge Forums 2020 wird zwischen fragilen, spröden, resilienten und antifragilen Unternehmen unterschieden. Nehmen wir diese Begriffe mal genauer unter die Lupe, denn hier könnte sich der erste Trend für 2021 verbergen.

Digitale Trends 2021 - Unternehmen und Krisensituationen
Abbildung 1: Unternehmen und Krisensituationen | adaptiert vom Leading Edge Forum 2020

Fragile Unternehmen sind einer Krise nicht gewappnet und zerbrechen sehr schnell an den Folgen.

Doch welche Unternehmen sind fragil? Dazu gehören Unternehmen, die sich noch keine Gedanken zu ihrem (zukünftigen) Geschäftsmodell gemacht haben. Auf die Frage „Wie sichern Sie Ihr Geschäft?“, folgen dann Aussagen wie „Ich bin gut in dem was ich mache“, „Ich brauche mein Geschäftsmodell nicht hinterfragen – es läuft doch alles“. Auch wenn die aktuelle Lage rosig ist, muss man sich zwangsläufig mit Fragen beschäftigen wie:

  • Mit welchen Produkten/Dienstleistungen kann ich am Markt bestehen?
  • Wie verändert sich mein Umfeld?
  • Welche Digitalisierungsthemen sollte ich angehen

Zu den Beispielen fragiler Unternehmen zählen u.a. Automotive-Zulieferer, die zwar aktuell die besten Vergaser oder Getriebe der Welt entwickeln, vermutlich aber in den nächsten zehn Jahren keinen Markt mehr haben werden – Stichwort Elektromobilität….

Spröde Unternehmen sind an sich gut abgesichert und in gewisser Art und Weise innovativ. Allerdings ist ihr Geschäftsmodell recht starr und lässt kaum Agilität zu. Diese Unternehmen halten ein wenig länger in rauen Zeiten durch, sind aber nicht in der Lage gegen diese externen Einflüsse anzukämpfen und gehen schlussendlich auch zu Grunde.

Beispielhaft sind Industrieunternehmen anzuführen, die ihr Risiko durch die weltweite Verteilung ihrer Produktionsstätten diversifiziert haben. Die aktuelle Pandemie zeigt aber, dass auch hier Liefer- und Produktionsausfälle ihre Spuren hinterlassen haben.

Resiliente Unternehmen sind viel agiler als die beiden anderen Formen und reagieren auf Herausforderungen und Veränderungen mit Anpassungen ihrer Geschäftstätigkeiten. Was aber nicht bedeutet, dass sie ganz ohne Schaden davonkommen. Auch sie werden merklich von einer Krise getroffen, schaffen es aber, die Kurve zu kriegen und am Ende die gleiche Ausgangslage zu erzielen. Das vorangestellte Ziel: versuchen, zu überleben und sich wieder zu stabilisieren.

Denkt man über Beispiele nach, dann könnten einem KMUs einfallen, die flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren können. Konzerne sind häufig aufgrund ihrer Strukturen und Unternehmensgröße eher träge und es dauert lange, sich auf Neues einzustellen. Hier können KMUs aufgrund ihrer kleineren Größe, ihren flachen Hierarchien und unkomplizierten Strukturen punkten. Resultat: Sie agieren schneller und proaktiver. Also liebe KMUs, nutzt Eure heimliche #superpower und legt los!

Noch erstrebsamer sind allerdings antifragile Unternehmen. Sie bringt so schnell nichts aus der Ruhe – im Gegenteil. Sie schaffen es, die Perspektive zu wechseln und das „Gute“ einer akuten Bedrohung oder Herausforderung für sich zu nutzen. Ergebnis: sie verlassen die Situation gestärkt.

Die Organisation solcher antifragilen Unternehmen ist so designt, dass sie bereits auf Unruhen eingestellt ist. Typische Organigramme wurden hier längst durch Kompetenzcluster ersetzt. Solche Unternehmen rechnen damit, dass sie sich ständig neu aufstellen müssen. Wobei von „müssen“ kann hier eigentlich nicht die Rede sein. Sie verfolgen den Mindset, dass disruptive Änderungen (z.B. durch Krisensituationen hervorgerufen) wertvoll sind. Warum? Neue Geschäftsfelder tun sich auf, die erobert werden können. Prominentes Beispiel: Elon Musk und seine Geschäftsideen! 😉

Je höher der Grad der Digitalisierung in dem Unternehmen, desto antifragiler ist dieses. Insofern verwundert es wenig, dass die sogenannten „Hyperscaler“ wie Amazon/AWS, Microsoft, Google & Co. als weitere Gewinner aus der Krise gehen. Darauf ruhen sie sich nicht aus und investieren Milliarden US-Dollar in die Weiterentwicklungen ihrer Services und Plattformen.

Fazit: to be or not to be – Antifragilität ist eine Kulturfrage
Also lassen Sie Ihr neu gewonnenes Wissen in Ihre taktischen und strategischen Entscheidungen einfließen. Vor allem: Behalten Sie die guten Dinge bei, die Sie aus der Pandemie mitgenommen haben! Plus: Seien Sie immer offen für Neues. Seien Sie spontan. Seien Sie schnell und flexibel. Und bewerten Sie Ihre Situation ständig neu. So fangen Sie an antifragil auf rough times zu reagieren.

Digitale Trends #2: Remote Management als Tor zur digitalen Unternehmenswelt

Im Jahr #zwanzigzwanzig wurden Unternehmen von allen Seiten unter Druck gesetzt und haben in teilweise beeindruckender Schnelligkeit auf remote Arbeiten umgestellt. Mitarbeiter:innen wurden mit Endgeräten fürs mobile Arbeiten ausgestattet und die Akzeptanz dieser Art des Arbeitens hat sich schnell verbreitet. Die positiven Auswirkungen vom mobilen, ortsunabhängigen Arbeiten wurden jüngst in einer Umfrage der Bitkom zusammengefasst (klicken Sie hier für weitere Informationen).

Fatal wäre es jetzt wieder „zurück auf Los“ zu gehen und alte Muster einzuführen, wenn die Pandemie doch gezeigt hat, dass bspw. remote Arbeit gut funktioniert und größtenteils angenommen wurde. Verstehen Sie Remote Management als einen ersten Schritt, der fragilen Unternehmenskultur den Rücken zuzukehren!

„Und wie stelle ich das sicher?“ – ganz einfach: Überprüfen Sie, ob alle schnell eingeführten digitalen Prozesse (z.B. Freigabeprozesse, Kommunikationswege) auch tatsächlich reibungslos funktionieren, oder ob es an der ein oder anderen Stelle noch Verbesserungspotenziale gibt.

Setzen Sie also weiterhin auf digitale Kollaborationsplattformen wie MS Teams, ein funktionierendes Intranet wie Confluence und digitale Dokumenten-Management-Systeme (DMS) zur Verarbeitung und Archivieren von Dokumenten (z.B. Rechnungen, Verträge). So kann beispielsweise die Einführung einer simplen Vertragssoftware zu erheblicher Entzerrung der aktuellen Lockdown-Situation beitragen. Der Gang ins Büro (oder fataler: in den dazugehörigen Aktenkeller) entfällt. Es braucht nur ein paar Klicks und schon liegen alle Informationen vor, die die Mitarbeiter:innen zum Weiterarbeiten benötigen. Natürlich alles unter Berücksichtigung von Zugriffsrechten und entsprechenden Sicherheitsprüfungen!

Digitale Trends #3: Workflow Automation – eine Technik für fortgeschrittene Digitalisierer

Apropos DMS: Bei diesen Systemen sind Workflows hinterlegt, die bspw. den Freigabeprozess von Rechnungen regeln. Hier gibt es in jedem Fall Automatisierungspotenzial! Nicht jede Rechnung muss zwangsläufig einen Freigabeprozess durchlaufen, sondern kann durch das System erkannt, automatisiert verarbeitet und verbucht werden.

Zur Veranschaulichung ein kleines Beispiel: Sie bekommen jeden Monat eine Rechnung über die Mietkosten Ihrer Büroräumlichkeiten. Diese sind üblicherweise immer gleich hoch. Demnach kann drüber nachgedacht werden, diese Rechnungen automatisiert freigeben zu lassen, sodass hier weder eine sachliche Prüfung durch einen Ihrer Mitarbeiter noch kaufmännische Freigaben notwendig sind.

Denkbar sind auch erste Entscheidungsautomatisierungen. Dies ist zum Beispiel bei Verwaltungen sinnvoll, da dort wiederkehrende Entscheidungen, die eindeutigen Regeln unterliegen, getroffen werden. Dieser Routineprozess kann ganz einfach mittels eines automatisierten Workflows erledigt werden. So können sich Verwaltungsmitarbeiter:innen auf komplexere Kundenberatungen fokussieren. Übrigens: Im Falle komplexer Sachverhalte können intelligente Assistenzsysteme den Mitarbeiter:innen fallspezifische Informationen während der standardisierten Bearbeitung zur Verfügung stellen und damit den Entscheidungsprozess unterstützen.

Also, denken Sie über eine Workflow Automation nach, um Ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Ihre Mitarbeiter:innen werden es Ihnen danken, da sie effektiv entlastet werden.

Digitale Trends #4: Datengetriebenes Management im Big Data Umfeld

Und am Anfang waren doch – Daten?! Was hier noch etwas despektierlich klingen mag, zeigt aber die Wichtigkeit um eine datengetriebene Unternehmenskultur. Häufig wird vergessen, dass Daten wertvolle Informationen darstellen. Und bei der richtigen Darstellung und Aufbereitung können diese Informationen effektiv für das Business Development oder die Produktentwicklung genutzt werden.

Big Data meint also mehr als nur die Summe von Daten! Größer Profiteur dieser Entwicklung und ein gelungenes Beispiel: die Energiewirtschaft. Wenn Ihnen die jährliche Zählerstandsübermittlung per Postkarte noch etwas sagt, gehören Sie wohl nicht zu Generation Y. Heute nimmt sowohl dem Endkunden als auch dem Versorger ein Smart Meter die Arbeit ab. Ob Gas-, Wasser- oder Stromverbrauch, die gewünschten Informationen liegen in Echtzeit vor. Einen Schritt weitergedacht, können die Datenstreams aus Privathaushalten oder Großobjekten dazu beitragen, dass die Energieversorger ihre Produkte und Services – ausgerichtet am tatsächlichen Bedarf – optimieren. Auch lassen sich Stromverbräuche besser kalkulieren und die damit verbundene Netzplanung und natürlich Erzeugung von Energie bedarfsgerecht steuern.

Fazit: Generieren Sie Wissen aus analytischen Facts (aka Big Data) und lassen Sie es in das Management des Unternehmens unterstützend mit einfließen.

Digitale Trends #5: Investieren Sie in die digitalen Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter:innen

Die Digitalisierung ist bereits im vollen Gange. Hier heißt es „aktiv mitgestalten“, um nicht (vom Wettbewerb) durch die unzähligen Möglichkeiten der digitalisierten Welt überrollt zu werden. „Gutes bleibt“ muss also in einen Kontext gesetzt werden, denn wer weiterhin auf gut etablierte, aber vielleicht noch analoge Prozesse setzt, wird langfristig Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren. Natürlich bestehen Unternehmen nicht nur aus Prozessen oder Technologien – in erster Linie arbeiten dort Menschen, die auf der Reise der Digitalisierung mitgenommen werden müssen. Und darin steckt ganz viel!

Akzeptanz von Neuem ist eng gekoppelt mit dem Gefühl, sich im Stande und fähig zu fühlen, dem Neuen begegnen zu können. Daher ist die Anwendung eines Digital Competence Managements ein guter Einstieg. Am besten eignen sich hierzu Schulungen und Workshops sowie ein durchdachtes Change Management. Denn: die Einführung von digitalen Technologien und Prozessen muss mit einem Kulturwandel im Unternehmen einhergehen.

Sie wollen mehr wissen? Kommen Sie gerne auf uns zu. Wir beißen nicht!

Wie Sie sehen, die Welt wird immer digitaler. Gehen auch Sie den Weg in Richtung Digitalisierung und Zukunftssicherung!

Wenn Sie sich dieser Aufgabe nicht gewachsen fühlen, dann kommen Sie gerne auf uns zu. Wir haben mehr als 25 Jahre Erfahrung als Prozess-Digitalisierer und wichtige Kompetenzen im Digital Operations Team, die Sie für die digitale Transformation Ihres Unternehmens enablen.

DO_Homm

KONTAKT

Mark Hommola
Head of Digital Operations
Digital Operations

mark.hommola@isr.de
+49 (0) 151 422 05 426

Über ISR

Die ISR Information Products AG ist Ihr Experte für Analytics, Prozess-Digitalisierung und Application Management. Mit Blick auf die Bedürfnisse namhafter Kunden konzipieren, modernisieren, implementieren und betreuen ca. 200 Mitarbeiter an sechs Standorten IT-Architekturen, Software-Lösungen und IT-Infrastrukturen. Das Ziel: Unseren Kunden die wirtschaftliche Nutzung von Daten zu ermöglichen.
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