DATA WAREHOUSE CLOUD – CHANCE ZUR ERWEITERUNG VON SAP BW/4HANA

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Die Data Warehouse Cloud (DWC) ist das neuste Data-Warehouse-Produkt von SAP. Als Software-as-a-Service-Lösung basiert es auf den neuen HANA Cloud Services. Dabei soll die DWC über, kurz oder lang, in der Lage sein neben einem Self Service Data Preparation Use Case auch ein vollwertiges Enterprise Data Warehouse abzubilden.

 

Als Data-Warehouse-Lösung muss die DWC möglichst viele Quellen integrieren können.

Nach dem wir in unseren letzten Beitrag die Anbindung von BW/4HANA erklärt haben, möchten wir mit diesem Blogeintrag aufzeigen wie ein hybrides Datenmodell basierend auf BW/4HANA und der DWC aufbaut werden kann. Dabei greifen wir auf ein sehr einfaches Datenmodell zurück. Primär soll unser Beitrag einen Eindruck des Look & Feels geben.

SAP Investiert sehr viel in die Integration beider Lösungen. So soll über die bald verfügbare „Model Transfer Connection“ ebenfalls die Übernahme der BW-Semantik aus Queries funktionieren. Dadurch können im SAP BW definierte Semantiken wiederverwendet werden. Wir werden die Neuerungen eng begleiten und hier regelmäßig informieren. Die folgende aufgezeichnete SAP-WebSession gibt hier erste Einblicke.

Unser Szenario

In unserem sehr einfachen Szenario gibt haben wir zwei Tabellen mit Bewegungsdaten, welche Umsätze und Kosten je Retailgebiet in diesem Fall einfach Stadt beinhalten. 
Das Retail Team möchte eine übersichtliche Darstellung haben wie viel Gewinn pro Zeitperiode in einer bestimmen Stadt erwirtschaftet wird.

Datenmodell in SAP BW/4HANA

In SAP BW/4 HANA gibt es für die Bewegungsdaten folgendes einfaches Datenmodell:

Das Kosten aDSO hat dabei folgende einfache Struktur:

Struktur des Umsatz aDSO’s:

Unser integratives SAP-BW/4HANA-Szenario

In unserem fiktiven sehr einfachen Fall stellen wir uns vor, dass das SAP BW für die Städte keine Stammdaten enthält. Ein Fachbereich hat aber eine CSV Datei mit der Übersetzung von IDs in Beschreibungen der Städte. Zudem soll die Spalte „Gewinn“ berechnet werden in der DWC basierend auf den BW/4 und CSV Daten.  Wir haben in der DWC bereits eine Tabelle für die CSV Datei erzeugt (siehe dazu auch: Data Warehouse Cloud – Einstieg in die Datenmodellierung).

Join der beiden Composite Provider

Um die Daten aus dem BW/4 in die DWC zu integrieren muss zunächst die Verbindung zum BW/4 eingerichtet werden, wie im Post „DWC Anbindung an lokale Systeme“ beschrieben. Steht die Verbindung, kann unabhängig von der Quelle der DWC im Data Builder begonnen werden ein Datenmodell aufzubauen. In unserem Fall erstellen wir eine graphical View:

Auf remote Sources navigieren →Verbindung auswählen BW/4 oder HANA

Beide CompositeProvider der Graphical View hinzufügen.

Ausblenden der Spalten „InfoProv“ und „Recordmode“ bei jeweils CP_EXP und CP_REV.

Join-Bedingung der 2 CompositeProvider kontrollieren.

Ausblenden der Spalten „City“ und „Date“ da diese doppelt vorhanden sind.

Et voila: Wir haben zwei SAP BW/4 HANA Composite Provider angebunden und miteinander gejoint. Ein einheitliches Reporting ist nun möglich.

Join der BW/4HANA-Daten mit der Mappingtabelle

Wir haben die Namen der Städte in einer DWC Tabelle hinterlegt die sich aus einer CSV Datei befüllt (Details siehe auch hier). Diese Tabelle „City_Names“ fügen wir zu unserem graphical view ganz einfach hinzu:

Ausblenden von der letzten „City“ Spalte in der nur die Abkürzungen zu den Städten stehen.

Erstellung einer berechneten Kennzahl auf der konsolidierten Datenbasis

Unserem Modell fehlt noch die Kennzahl Gewinn. Für die Umsetzung erstellen wir eine neue „Calculated Column“:

Achtung: Um die Graphical View in Storys verwenden zu können, muss diese als Analytical Data Set deployed werden.
Außerdem blenden wir noch die Spalten „Cost_Amount“ und „Revenue“ aus, da in der späteren Auswertung nur der Gewinn berücksichtigt werden soll.

Visualisierung der Daten direkt in der Data Warehouse Cloud

Basierend auf unserem sehr einfachen gemischten Datenmodell können wir mit dem integrierten Storybuilder der SAP Analytics Cloud (SAC) die Daten schnell visualisieren:

Zusammenfassung und Ausblick

Unser sehr einfaches Beispiel zeigt sogleich die Stärke der Data Warehouse Cloud. Die Modellierung von Datenmodellen ist sehr schnell und leicht möglich. Die Data Warehouse Cloud ist noch sehr frisch auf dem Markt, doch auch schon heute lässt sich bereits ein Use Case sehr gut abdecken:

Ein Unternehmen nutzt sein SAP-BW/4HANA-System als zentrales Enterprise Data Warehouse bei dem hoher Wert auf Governance und Qualität gelegt wird. Für Fachbereiche wird jedoch eine Möglichkeit gesucht basierend auf dieser stabilen Datenbasis flexible Erweiterungen und Sichten abzubilden. Dazu ist die Data Warehouse Cloud sehr gut geeignet. In unserem Fall war es lediglich die einfache Anreicherung um eine Datei. Denkbar ist aber auch die Verbindung von BW/4-Daten mit Informationen aus anderen Systemen. 

Unser Beispiel hat auch gezeigt, dass keine echten Metadaten aus dem BW/4HANA-System gezogen worden sind. Es ist eher eine Konsumentensicht, bei der flach die Daten aus dem BW geladen werden können ohne weitere Kenntnis zu den Metadatenstrukturen. Mit der kommenden Model Transfer Connection (Mehr Details) erhält die Data Warehouse Cloud ebenfalls die Fähigkeit bereits in SAP BW/4HANA definierte Metadaten zu verstehen und zu übertragen. So werden dann auch berechnete Kennzahlen von Queries verstanden usw. Ein großer Schritt. 

Die Fähigkeiten zur Transformation von Daten werden zudem in den nächsten Monaten deutlich ausgebaut mit dem Data Flow. Damit können persistente Datenflüsse aufgebaut werden. Neben SQLScript, können Logiken künftig ebenfalls mit Python implementiert werden. (Mehr Details)

Beide Beispiele zeigen, dass die Roadmap der Data Warehouse Cloud ist sehr voll ist. Wir sind gespannt und werden auch den neuen Funktionen wieder passende Blogeinträge widmen. 

SAP_Kamp

KONTAKT

Christopher Kampmann
Senior Manager
SAP Information Management
christopher.kampmann@isr.de
+49 151 422 05 250

Über ISR

Die ISR Information Products AG ist Ihr Experte für Analytics, Prozess-Digitalisierung und Application Management. Mit Blick auf die Bedürfnisse namhafter Kunden konzipieren, modernisieren, implementieren und betreuen ca. 200 Mitarbeiter an sechs Standorten IT-Architekturen, Software-Lösungen und IT-Infrastrukturen. Das Ziel: Unseren Kunden die wirtschaftliche Nutzung von Daten zu ermöglichen.
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